Civilization V – Ohne mich

September 29th, 2010 | Kategorien: Spiele | Tags:

Verdammt, es hätte eine so schöne Woche werden können. Nachdem ich mich entschieden hatte, mich mit Civ IV auf den Nachfolger einzustimmen war ich eigentlich in Hochstimmung. Und dann kam Teil V raus. Ich werde nur eine “kurze” Auflistung meine Gedanken zu so einigen Features machen und dann auf Mods / Addons / Patches warten.

Hinweise zu der Auflistung:

  • Ich habe bisher im Wesentlichen mit Leuten viel über Civ V gesprochen, viele Testberichte gelesen und die Demo gespielt, also streng genommen noch nicht selber mal komplett von A-Z Hand anlegen können.
  • Die Punkte man durchaus als Ranking auffassen, weiter oben erwähnte Gedanken sind “gewichtiger”.

Pro: Diese Neuerungen finde ich restlos gut!

  1. Hexfelder! Sehen gut aus, passen gut rein, alles schnieke!
  2. Kein “Stacken” von Militäreinheiten mehr, also endlich wirklich taktische Kämpfe.
  3. Resourcen sind jetzt tatsächlich in ihrer Anzahl beschränkt. Eine einzige Bananenplantange ernährt endlich nicht mehr ein gesamtes Weltreich.
  4. Das neue System für die Erweiterung der Stadtgrenzen: Nicht mehr stur als “Ring”, dessen Radius sich einfach immer um 1 erhöht, sondern mit flexibler Auswahl einzelner Felder, welche allerdings mit zunehmeder Entfernung teurer werden.
  5. Nutzung von Kulturpunkten für das was in Civ IV einmal “Staatsformen” waren. Mir hat diese Bindung von Forschung und Staatsformen in Civilization bisher nie zugesagt.
  6. Stadtstaaten! Das sind kleinere, autonome Städte die in der Anfangsphase als “Questgeber” fungieren und damit dem Spiel ein wenig “Richtung” verleihen. Wobei bei Civilization ja die Anfangsphasen eigentlich nie das Problem waren …
  7. Straßen kosten jetzt Unterhalt. Endlich keine komplett zugepflasterten Welten mehr.

Ausgewogen: Auch ein Civilization darf sich verändern.

  1. Militärischer Sieg erfordert nur die Einnahme aller Hauptstädte. Was in Civ IV quasi unmöglich war ist damit in Civ V eher zu leicht.
  2. “Selbstverteidigung” von Städten. Dadurch wird die Expansion vor allem im Hinblick auf die lachhaften Barbaren viel zu wenig “abenteuerlich”.
  3. Wegfall der Landübernahme durch Kulturpunkte, das ist ab jetzt Aufgabe von “Großen Künstlern”.

Contra: Oh Gott, wie konnte sie nur?

  1. Diese KI … Ich will hier garnicht zu sehr auf die diversen Bugs in der “taktischen” KI eingehen, welche in Kriegssituationen zum Tragen kommt. Die ist Banane, wird aber hoffentlich noch gepatcht. Aber im Großen und Ganzen kann man die KI wohl mit drei Worten beschreiben: Passiv, Blauäugig & Dämlich.
  2. Amphibieneinheiten! Wer zur Hölle fand es eine gute Idee jede Einheit einen Schiffsbausatz mitführen zu lassen. Wenn man das wenigstens auf z.B. Häfen beschränkt hätte :(
  3. Lausige Barbaren, die nie wirklich eine Bedrohung für Städte darstellen.
  4. Nutzung eines globalen Zufriedenheitswertes statt individueller Werte für jede Stadt.
  5. Wegfall der flexibleren (und mit Vor- UND Nachteilen behafteten) Staatsformen zugunsten von einem reinen Bonisystem mit sog. “Sozialpolitiken”.
  6. Wegfall der Religionen und auch der Kapitalgesellschaften.
  7. Wegfall der Gesundheitsmechanik.
  8. Wegfall der Korruptionsmechanik.
  9. Kein Technologiehandel mehr. Stattdessen “Forschungsabkommen”, welche die global “bekanntesten” Technologien beiden Seiten zur Verfügung stellen.

Auch wenn das nach der reinen Anzahl der Punkte ausgewogen wirkt: Auf der “Pro” Seite stehen fast nur kleinere Nettigkeiten, auf der Kontraseite aber total dicke Schnitzer. Jeder der fett markierten Punkte ist für mich eigentlich schon für sich ein Showstopper.

No comments yet.