Paketmanager bei Windows Seven?

Golem.de berichtete gerade über eine (geplante) in Windows Seven integrierte Updatefunktion für Spiele. Endlich! Und ich hoffe das es nicht bei Spielen bleibt!

Sicherheitslücken kann es in jeder Art von Software geben, unter Linux weist mich in der Regel ein Paketmanager darauf hin und spielt die Updates gleich noch mit ein. Unter Windows bin ich als Anwender eigentlich dazu verpflichtet, bei all meiner “nicht Microsoft” Software die Augen selber aufzuhalten.

Sicherheitslücke im Acrobatreader? Wer da nicht auf dem Laufenden ist bekommt davon mit Glück noch etwas über den integrierten Updater mit. Bei Programmen ohne Updater kann man sich hingegen nur auf sich selber verlassen. Man muss dann also:

  • Sich selber über die Software auf dem Laufenden halten
  • Im Falle einer Lücke das Update selbständig suchen
  • Und schließlich auch noch einspielen

Microsoft hat mit WiX schon den richtigen Weg eingeschlagen. Damit sind dann endlich vernünftige (auch silent) Installationen mit Abhängigkeiten etc möglich. Und vorallem endgültig standarisiert. Zwar einige Jahre nachdem diverse Linux Distributionen das vorgemacht haben, aber späte Einsicht ist besser als keine Einsicht.

Im Zusammenspiel mit WiX sollte es also möglich sein für Windows so etwa wie einen Paketmanager zu erstellen. Immerhin kennt WiX von sich aus auch “Update Installationen” und kann im Hintergrund ausgeführt werden. Optimalerweise würde sich ein “nicht Microsoft” Produkt also exakt so updaten können wie ein “normales” Windows Update.

  • Updateicon in der Leiste
  • Update bestätigen
  • Spätestens beim nächsten Herunterfahren wird das betreffende Programm dann aktualisiert

Allerdings sollte man neben all den Vorteilen auch nicht vergessen, das so ein System auch mit Nachteilen behaftet sein kann. Aus etwaigen Monopolisierungstheorien halte ich mich raus, aber wenn es einem Cracker mal gelingen sollte eine infizierte Downloadquelle für diese Updates in das Windows Update Programm einzuschleusen …

  1. PRIM
    September 23rd, 2008 at 14:11
    Reply | Quote | #1

    Sinn?

  2. Exterminans
    September 28th, 2008 at 23:25
    Reply | Quote | #2

    Wer jemals in den Komfort eines allumfassenden Paketmanagers gekommen ist möchte ihn wirklich nie wieder missen.
    Vielleicht wird man auch bei Microsoft irgendwann erkennen das sich Komfort nicht aus immer bunteren Bildern sondern aus wahrer Innovation ergibt.

  3. Christian
    Dezember 3rd, 2008 at 01:41
    Reply | Quote | #4

    [...]aber wenn es einem Cracker mal gelingen sollte eine infizierte Downloadquelle für diese Updates in das Windows Update Programm einzuschleusen […]

    Dann müsste man das eben so absichern, wie bei Linux. Dort passiert das ja, soweit ich weiß, auch nicht.
    Vielleicht wird Windows, irgendwann so sicher und offen, wie Linux :D

  4. Marcus
    Dezember 3rd, 2008 at 08:02
    Reply | Quote | #5

    Hmm, was hindert einen (ausser den Dateirechten für die Hostlisten) denn unter Linux daran, selber eine infizierte Quelle einzutragen? Ist ne ehrliche Frage, ich weiß es nicht ;)