Behinderte als Attentäter

Februar 8th, 2008 | Kategorien: Real Life | Tags:

Ich arbeite nun schon seit einiger Zeit mit behinderten Menschen zusammen, primär aus Spaß an der Freude. Mit der Zeit schärft sowas ein wenig den Blick auf die schönen Seiten des Lebens, macht einem aber auch klar, an was für “Kleinigkeiten” man sich erfreuen kann.

Umso schockierter ist man aber auch, über jede Art von Gewaltverbrechen, die man behinderten Menschen antut. Einen solchen Fall möchte ich hier einmal kurz vorstellen.

Am 3. Februar kam es in Bagdad wieder einmal zu verheerenden Anschlägen, es wurden mindestens 99 Menschen getötet und weitere 144 verletzt. Dabei haben die Terroristen ferngezündete Sprengsätze genutzt.

Gezündet wurden diese Sprengsätze allerdings nicht von den “aufopfernden und heldenhaften” Märtyrern. Bei den menschlichen Bomben handelte es sich vielmehr um zwei geistig behinderte Frauen, die vermutlich am Down Syndrom litten und sich nicht darüber im Klaren waren, was mit ihnen geschah.

Wer könnte da noch behaupten, diese Terroristen würden religiös motiviert handeln? Auch wenn ich alles andere als ein Islamforscher bin, kann ich mit Sicherheit sagen, dass man dieses Treiben auch aus dieser Sicht nicht gut heißen kann. Sch**ss egal wie irgendwelche verdrehten Menschen den Aufruf zum Dschihad oder zum Märtyrertum “interpretieren”, dass eine solche Tat eine persönliche Bereitschaft dazu voraussetzt, wird niemand wegdiskutieren können.

Quelle: F.A.Z., 04.02.2008, Nr. 29 / Seite 6

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